CMD-Refresher

Ziele

Eine Reflexion aus den Kursen Basic-Level / Advanced 1 und 2
„Vom therapeutischen Handgriff zum Kunstgriff!“

Unser Refresher richtet sich an diejenigen Therapeuten, die regelmäßig CMD-Patienten behandeln und für die CMD ein echter Praxisschwerpunkt geworden ist.

Kursinhalte

Back to the Roots:
- Basisfunktionsuntersuchung und Zusatztests auf dem Prüfstand
- eine Reise durch Advanced-Level 1 + 2 (die wichtigsten Untersuchungs- und Behandlungstechniken: obere HWS / Halsfaszien / Schädelknochen / Hirnnerven)

Die richtigen Behandlungstechnik zum richtigen Zeitpunkt!
- Welche Technik aus dem physiotherapeutischen Werkzeugkasten setzt man bei welchem Beschwerdebild sinnvoll ein?
- Kombination von Techniken

Welche Dosierung in welchem Erkrankungsstadium?
- durch die richtige klinische Einschätzung erfolgt die Auswahl von Parametern Stärke, Frequenz, Wiederholung der Behandlungstechniken, sowie Planung der Behandlungsserie

Komplexe Fallbeispiele
- der multimorbide CMD-Patient
- auf- und absteigende Läsionsketten
- die kieferorthopädische, bzw. zahnmedizinische Schienentherapie im Kontext zur physiotherapeutischen Intervention

Patientendemonstration durch die Referenten
Mind-Body-Medicine bei multifaktoriellem CMD-Beschwerden

"Finks round table"
(CMD-Problempatienten im Praxisalltag – gibt es eine Lösung?)

Spezialthemen

"Silent Inflammation" – das Entzündungssyndrom in der CMD
(komplementärmedizinische Überlegungen bei Therapieversagern und Rezidiven)


Viele multimorbide Patienten entwickeln eine “Silent Inflammation“ (stille niedrigradige Entzündung)
die Folgen sind:

–> proinflammatorischer Gewebszustand
–> Blockierung der Wundheilung
–> chronisch persistierndes Beschwerdebild

Was sind die Ursachen der "Silent Inflammation" (SI)?

Wie erkenne ich eine "SI"?

  • Anamnese
  • Austestung über Applied Kinesiology (incl. Testkasten)
  • Behandlungsmöglichkeiten

 

Hormonelle Dysbalancen
(Östrogendominanz, Neurotransmitterverschiebungen, Nebenniereninsuffizienz)
  • Frauen haben ein erhöhtes Risiko, an CMD zu erkranken, wieso?
    –> Rezeptordominanz für weibliche Geschlechtshormone im Bereich des Kauapparates, des spinomedullären Übergangs und im Hippocampus für das Kiefergelenk.

    –> Diese Rezeptoren bilden die Voraussetzung für das Entwickeln von Symptomen wie Schmerzen, Entzündung und Degeneration im Bereich der Kaumuskulatur und des Kiefergelenkes.

    –> Wie gehe ich therapeutisch damit um?
     
CMD – Chronischer Stress – Burn out: wie hängt das zusammen?


Chronischer Stress führt zu Knirschen und Beißen. Der Masseter ist der „Blitzableiter“ der menschlichen Stressfehlverarbeitung. Die dabei meist erhöhten Cortisolspiegel führen zu einem Absenken von Serotonin und GABA (Gammaaminobuttersäure). Die Erregbarkeit des ZNS nimmt zu, die Schmerzempfindung steigt.
 

  • viele CMD-Patienten zeigen deshalb eine erhöhte Aktivität der Stressachse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse).

    –> Chronische Aktivierung –> Nebenniereninsuffizienz –> Hypocortisolismus –> Burnout